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Wir waren Singvögel, griechische Götter.


2003 - 2016



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Es ist daf?r gesorgt, dass B?ume nicht in den Himmel wachsen!
1.12.03 19:43


l?schung der gedanken ist laszive provokation.
1.12.03 19:59


ich laufe ?ber den weihnachtsmarkt. es ist noch recht fr?h am tag, und so sind wenig leute unterwegs. ?berall zu sehen - wie sollte es auch anders sein - der dicke kleine mann in rot mit der gro?en g?rtelschnalle. ho-ho-hoffentlich frohe weihnachten. komischerweise schallt keine musik ?ber den platz auf dem dicht an dicht gedr?ngt die buden stehen.
trotzdem kann man von einer art fr?hlichkeit sprechen.
m?tter summen vor sich hin, kleine kinder rennen und werfen alles um. oder sie schreien. oder beides.
der gro?e baum bildet eine art zentrum. gro?e schleifen, viele kugeln, viele lichterketten.
?berall gibt es etwas zu essen und ausnahmsweise l?chelt sogar die dicke frau hinter der w?rstchentheke.
alles scheint in weihnachtsstimmung - doch niemand schaut auf die andere seite.
von einem richtigen weihnachten ist kaum mehr zu reden, das war sowieso schon dem meisten klar.
ich sch?tze kaum ein siebenj?hriger k?nnte einem den ursprung von weihnachten sagen. jedenfalls nicht den richtigen.
ja - die andere seite. denn die lichterketten verdecken die realit?t.
es gibt immernoch leute die kein weihnachten feiern k?nnen. die frieren. die hungern. die keine arbeit haben. die kein geld verdienen. die nicht mit ihrer familie an heilig abend unterm baum sitzen k?nnen.
sie sitzen da und frieren. betteln nach geld oder etwas zu essen. und wir laufen daran vorbei. sehen sie nicht. wollen sie nicht sehen.
auch ich laufe an ihnen vorbei. sie sind eins t?ck alltag geworden. doch vorweihnachtszeit macht mich immer trauriger als sonst.
melancholie und freudenspr?nge.

ein hoch auf den kommerz und kapitalismus.

und da f?ngt auch schon die kapelle an zu spielen...
5.12.03 21:15


5.12.03 22:08


zwischen tr?ben wolken - grau und d?ster, da seh ich ein st?ck blauen himmel.
6.12.03 13:41


es gibt tage, die sind wie wenn man einen eimer kotze ins waschbecken sch?ttet, und dann feststellt dass der st?psel runtergedr?ckt war.
6.12.03 14:11


"sartre war ein verdammter misanthrop."
"toll... und nietzsche ein frauenhasser."
6.12.03 14:55


lichtermeer und lautes rauschen. gel?chter. die w?rfel sind gefallen.
schnellen schrittes verl?sst die frau das casino. guckt schnell links, rechts.
zieht den leichten trenchcoat fester um ihre schultern.
die abs?tze klappen laut auf dem nassen asphalt. das echo hallt noch lange.
wind bl?st von norden her, l?sst alles gefrieren.
wohin? wann? wieso?... die w?rfel sind gefallen.
sie l?uft weiter, kommt irgendwann an eine strassenkreuzung. neonreklamen blenden.
gerade aus oder die abk?rzung?
das gras, von nacht und nebel grau gef?rbt kracht beim dar?berlaufen. es ist doch k?lter geworden als sie gedacht hatte.
die frau bleibt stehen, ihre langen haare wehen im wind. ein j?her blitz, ein zucken. sie f?llt zu boden. ein schuss durchhellt die nacht.

rien ne va plus.
12.12.03 15:06


ein st?ck sch?nheit verbirgt sich in jeder ecke.

18.12.03 13:58


sparte vater-tochter-gespr?che:
ist es ethisch unkorrekt und unmoralisch beim fr?hst?cken - w?hrend des verzehrs eines br?tchen mit salami - ?ber die konsistenz des glask?rpers eines zu sezierenden schweineauges zu sprechen?
18.12.03 21:52


ich renne bar-fu? durch die wohnung, in meinem kurzen sommerkleid und einem plastik g?nsebl?mchen im haar. esse eis und weigere mich vor dem winter zu kapitulieren. bin in gedanken wieder beim sommer. leichte brise, die wellen rauschen. das gras raschelt unter sonnenverbrannten f??en.
schwimme um die wette, springe von hohen kr?nen die mittem im see auf ihrer plattform stehen. trinke wasser, fahre rad. reite in der abendsonne nach hause.
tanze in der sonne und blicke sehns?chtig durch die kornfelder und die vielen roten mohnblumen.

ignoriere vater frost und den winter. doch auch in gedanken versunken frieren einem die zehen ab.

19.12.03 18:30


ein schuss.
?sthetik ist ein tropfen blut auf weissem pozellan.
schmerzverzerrt presste er die hand fester auf die wunde. wieso ausgerechnet jetzt? der junge mann torkelte immer weiter. gleich war am ende des platzes angelangt. noch ein paar schritte. doch waren es wirklich nur ein paar schritte? blut quoll ?ber, der rand seines bousons verf?rbte sich tiefrot. war es das alles wert? jetzt und heute? wieso nicht morgen?
die erleuchtete kathedrale verschwamm vor seinen augen, er begann zu torkeln.
eine laute stimme eeh vous! vous-?tes qui? que faites-vous l??
es wurde schwarz. es heisst, wenn man f?llt und nicht mehr lebend aufkommen wird, w?rde man ohnm?chtig werden.
so war es, er sp?rte den aufprall auf das harte plaster nicht. auch nicht wie der policier an seinen schultern r?ttelte. monsieur? monsieur!
doch er war schon im paradies.
19.12.03 18:50


ich h?tte meine jacke nehmen und rennen sollen. rennen bis ich vielleicht irgendwo ankomm'.
aber ich bin liegen geblieben und habe die decke angestarrt.
denn erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.
21.12.03 13:44


ein wundersch?ner sommertag
einer wie ihn jeder mag
nichts besonderes
nicht zu hei?
nicht zu kalt
die v?gel singen
der vater grillt
karina spielt mit ihrem ball
und in der h?tte hinterm haus
h?ngt peter am strick
und blutet aus


juli 2003
22.12.03 15:04


sparte lieblingsschmerz:
wenn der bass auf den solar plexus dr?ckt und dann langsam runter in den magen zieht, wenn die gitarrenriffs auf die ohren hauen.
23.12.03 13:35


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