Wir waren Singvögel, griechische Götter.
2003 - 2012
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Stadt bei Dämmerung
Honigfarbener Mantel, den du auf dir trägst.
Eine Augenbraue hochgezogen, ein Zwinkerlicht fast bei Nacht.
Die Wärme des Betts kurz nach dem Aufstehen.
Wir verlassen den Bahnhof und atmen tief ein.
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Innenleben
Winterpendeln aus der Stadt nach Hause, das Innere des Waggons wird ein Wohnzimmer. Romane und Rätselhefte
Tee und Toast mit Marmelade, alle Exponate eines heimischen Abends mit Fremden geteilt.
während der Zug durch die Haltestellen stottert. Plattenbauten weichen den niedrigen Wohnungen und geweißten Neubauten. Dunkel
hinter den Fenstern, Bäume - ein Gerippe aus Luft. Ausweichende Äste erheben sich zu Menschlichem: Arterien der Lunge,
Finger der Hand, die einen Atemzug nehmen - Vergnügen im Dunkel anderer Räume - schaffen doch keine Verbindung.
Der Fernsehturm - ein Minarett über der Mitte der Stadt, sticht den Himmel, pulsiert das Licht, blinkt, bittet uns zurück, als wir die grauen Bahnsteige betreten, kurzzeitiges uns
geteilt in ein jeweils, die nun in getrennte Häuser gehen auf Straßen mit vorhersehbaren Namen.
übersetzt nach Interior life von MDL
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zurück
Großstadttropen Eiskaffee Sonnenbrillen Hosenträger
im Untergrund dein Wasserfall
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wo du begannst da enden wir
jahrtausende im rücken
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jetzt trennt uns der Nebel die großen Schwingen reißen meine Füße von deinem Grund
über mir eisklares Sonnenlicht
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vielleicht ist hier mehr als nur ein Wort
vielleicht hält uns der Nebel hier
vielleicht macht uns der Regen bleiben
vielleicht sind es doch nur wir
vielleicht hören wir diesen ewigen Ort
doch vielleicht
ist vielleicht hier doch nur ein Wort
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nur ein Vokal
trennt den Adler vom Tiger
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Ich wasche mir die Augen von den Händen
Doch sie sehen sich fest
Etwas brennt mir unter den Zähnen
Die Nägel Sie nagen an mir
Und du liegst mir auf der Zunge
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Wo einmal nichts war, wird alles sein.
Wir werden scheinen, sagtest du. Ob für die Ewigkeit wage ich nicht zu verneinen.
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Eine Reise durch das Alphabet
Aller Anfang bei A, bei B bau' ich mir ein Kartenhaus, Zucker und Citronen, das C schaut mir völlig becirct entgegen. Dumm aber auch, dass bei D diplomatischerweise schon fast niemand mehr hinschaut.
Einerlei ist es, ich renne am E vorbei, eine Expedition ohne Erwartungen. Es folgt das fluchs das F, quietschfidel G ich voller Genugtuung weiter. Das war's lange nicht. Das H wirkt immer so staubig, historisch und schwermütig. In völlig idiotischer Haltung an das I gelehnt, jubelt mir das J zu. "Können ist nicht alles." kontert das K, "Loyalität ist aller Laster Anfang" lallt das L, völlig betrunken von zu viel Lambrusco. Bei M ist mir schon wieder mehr Moll als Dur, mehr Moll als dir. Mit mir und dir.
In den Ecken des N suche ich den Norden. Ob ich ihn je finde? In Mitten des Os ein kleiner Teich. Ich springe hinein und schon kommt er mir vor wieder offene Ozean. Ich verliere den Blick auf die Küste, rette mich auf das herum treibende Packeis. Am P angekommen merke ich wieder, wie paranoid ich doch bin. Hinter dem Q verkaufen Quacksalber Quicksilber als Wunderheilmittel gegen alles. Mit R rauscht das Universum seit seinem Geburtstag ein endliches Lied, während für die Unendlichkeit Sisyphos versucht ein S zu einer Stange zu verbiegen. "Tu dir das nicht an." flüstert das T, es tuschelt mal wieder unentwegt und unverschämt mit dem U. "Veritas!" fordert das V, merkwürdig dass es heute mal nicht so vage und verklärt ist, sondern völlig klar sein Veto gibt.
Aus Wolken türmt sich ein W weit weg von allem auf. Wieso? X als Variable in meinem Leben, sich sich niemals auflösen lässt. Immer auf der Suche, fragend wie das Y das Yin und Yang. So komm ich wieder vorne an, suche Zuflucht:
Zuhause.
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Welchen Weg soll ich gehen?
Im Glashaus mit abertausend Ecken -wackeliges Konstrukt der Optionen habe ich Angst auch nur eine einzige Scheibe zu zerbrechen habe ich Angst auch nur ein Fenster zu öffnen.
Im Glashaus Alles kann man sehen und dennoch ist es undurchsichtig.
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In eisesklarer Winterruhe Schaue ich auf die offene See
Alle Wellen Alle Wassertröpfchen Jeder noch so kleine Windhauch Jede noch so königliche Schaumkrone Leiten mich zu dir Lassen mich die vielen Sekunden vergessen, die noch vergehen, ehe wir uns wieder sehen
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Dass du einfach so aus heiterem Himmel in meinem Leben aufgetaucht bist, hat mich unsicher gemacht. Doch wenn du uns eine Kanne Kaffee kochst - und bloß eine Tasse statt zweien mitbringst - weiß ich nicht, wie ich jemals an uns zweifeln konnte.
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Die Gedanken in meinem Kopf berühren sich. Schließen sich zusammen. Kein Kurzschluss - eher die Lösung eines Puzzels mit unendlich vielen Teilen. Mit dir macht alles einen Sinn.
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Nicht mal annähernd
Sie greifen nach dir Wie lange Äste Einer Trauerweide Sie streben Und ranken Und schlingen Wollen dich in deinem Herz berühren
Doch sie reichen nicht
Nicht mal annähernd Worte reichen nicht Um zu beschreiben wie sehr du mir fehlst
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