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Wir waren Singvögel, griechische Götter.



2003 - 2012



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Stadt bei Dämmerung

Honigfarbener Mantel,
den du auf dir trägst.

Eine Augenbraue hochgezogen,
ein Zwinkerlicht fast bei Nacht.

Die Wärme des Betts
kurz nach dem Aufstehen.

Wir verlassen den Bahnhof
und atmen tief ein.
4.4.12 11:03


Innenleben

Winterpendeln aus der Stadt nach Hause, das Innere
des Waggons wird ein Wohnzimmer. Romane und Rätselhefte

Tee und Toast mit Marmelade, alle Exponate
eines heimischen Abends mit Fremden geteilt.

während der Zug durch die Haltestellen stottert. Plattenbauten weichen
den niedrigen Wohnungen und geweißten Neubauten. Dunkel

hinter den Fenstern, Bäume - ein Gerippe aus Luft. Ausweichende Äste
erheben sich zu Menschlichem: Arterien der Lunge,

Finger der Hand, die einen Atemzug nehmen - Vergnügen
im Dunkel anderer Räume - schaffen doch keine Verbindung.

Der Fernsehturm - ein Minarett über der Mitte der Stadt, sticht den Himmel, pulsiert das Licht,
blinkt, bittet uns zurück, als wir die grauen Bahnsteige betreten, kurzzeitiges uns

geteilt in ein jeweils, die nun in getrennte Häuser gehen
auf Straßen mit vorhersehbaren Namen.

übersetzt nach Interior life von MDL
23.2.12 08:20


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Großstadttropen
Eiskaffee
Sonnenbrillen Hosenträger

im Untergrund
dein Wasserfall
26.8.11 17:18


wo du begannst
da enden wir

jahrtausende im rücken
26.8.11 17:17


jetzt trennt uns der Nebel
die großen Schwingen
reißen meine Füße
von deinem Grund

über mir
eisklares Sonnenlicht
26.8.11 17:16


vielleicht
ist hier mehr als nur ein Wort

vielleicht
hält uns der Nebel hier

vielleicht
macht uns der Regen bleiben

vielleicht
sind es doch nur wir

vielleicht
hören wir diesen ewigen Ort

doch vielleicht

ist vielleicht
hier doch nur ein Wort
26.8.11 17:16


nur ein Vokal

trennt den Adler
vom Tiger
26.8.11 17:14


Ich wasche mir die Augen
von den Händen

Doch sie sehen
sich fest

Etwas brennt
mir unter den Zähnen

Die Nägel
Sie nagen an mir

Und du
liegst mir auf der Zunge
26.8.11 17:14


Wo einmal nichts war,
wird alles sein.

Wir werden scheinen,
sagtest du.
Ob für die Ewigkeit
wage ich nicht zu verneinen.
30.3.10 11:22


Eine Reise durch das Alphabet


Aller Anfang bei A, bei B bau' ich mir ein Kartenhaus, Zucker und Citronen, das C schaut mir völlig becirct entgegen. Dumm aber auch, dass bei D diplomatischerweise schon fast niemand mehr hinschaut.

Einerlei ist es, ich renne am E vorbei, eine Expedition ohne Erwartungen. Es folgt das fluchs das F, quietschfidel G ich voller Genugtuung weiter. Das war's lange nicht. Das H wirkt immer so staubig, historisch und schwermütig. In völlig idiotischer Haltung an das I gelehnt, jubelt mir das J zu. "Können ist nicht alles." kontert das K, "Loyalität ist aller Laster Anfang" lallt das L, völlig betrunken von zu viel Lambrusco. Bei M ist mir schon wieder mehr Moll als Dur, mehr Moll als dir. Mit mir und dir.

In den Ecken des N suche ich den Norden. Ob ich ihn je finde? In Mitten des Os ein kleiner Teich. Ich springe hinein und schon kommt er mir vor wieder offene Ozean. Ich verliere den Blick auf die Küste, rette mich auf das herum treibende Packeis. Am P angekommen merke ich wieder, wie paranoid ich doch bin. Hinter dem Q verkaufen Quacksalber Quicksilber als Wunderheilmittel gegen alles. Mit R rauscht das Universum seit seinem Geburtstag ein endliches Lied, während für die Unendlichkeit Sisyphos versucht ein S zu einer Stange zu verbiegen. "Tu dir das nicht an." flüstert das T, es tuschelt mal wieder unentwegt und unverschämt mit dem U. "Veritas!" fordert das V, merkwürdig dass es heute mal nicht so vage und verklärt ist, sondern völlig klar sein Veto gibt.

Aus Wolken türmt sich ein W weit weg von allem auf. Wieso? X als Variable in meinem Leben, sich sich niemals auflösen lässt. Immer auf der Suche, fragend wie das Y das Yin und Yang. So komm ich wieder vorne an, suche Zuflucht:

Zuhause.
11.3.09 20:03


Welchen Weg soll ich gehen?

Im Glashaus mit abertausend Ecken
-wackeliges Konstrukt der Optionen
habe ich Angst auch nur eine einzige Scheibe zu zerbrechen
habe ich Angst auch nur ein Fenster zu öffnen.

Im Glashaus
Alles kann man sehen und dennoch ist es undurchsichtig.
8.12.08 22:58


In eisesklarer Winterruhe
Schaue ich auf die offene See

Alle Wellen
Alle Wassertröpfchen
Jeder noch so kleine Windhauch
Jede noch so königliche Schaumkrone
Leiten mich zu dir
Lassen mich die vielen Sekunden vergessen,
die noch vergehen, ehe wir uns wieder sehen
8.12.08 22:56


Dass du einfach so aus heiterem Himmel in meinem Leben aufgetaucht bist, hat mich unsicher gemacht. Doch wenn du uns eine Kanne Kaffee kochst - und bloß eine Tasse statt zweien mitbringst - weiß ich nicht, wie ich jemals an uns zweifeln konnte.
7.12.08 19:55


Die Gedanken in meinem Kopf berühren sich. Schließen sich zusammen. Kein Kurzschluss - eher die Lösung eines Puzzels mit unendlich vielen Teilen.
Mit dir macht alles einen Sinn.
21.11.08 16:20


Nicht mal annähernd


Sie greifen nach dir
Wie lange Äste
Einer Trauerweide
Sie streben
Und ranken
Und schlingen
Wollen dich in deinem Herz berühren

Doch sie reichen nicht

Nicht mal annähernd
Worte reichen nicht
Um zu beschreiben wie sehr du mir fehlst
20.11.08 23:29


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